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Ich gehe daran, eine landeskirchliche Gemeinde ein bisschen zu beraten, wie man mit #Friendica, #Mastodon o.ä. eine von Facebook unabhängige Infrastruktur für ca. 6000 Gemeindemitglieder aufbauen könnte. Da ich nicht alles neu erfinden will: Gibt es Best Practice Vorbilder, die man studieren kann, wie die vorgegangen sind? Handbuchwissen?

@plinubius
Also wenn du bei Mastodon oder Friendica eine Gruppe aufmachen willst, möchte ich dich warnen:
Sowohl bei Mastodon als auch bei Friendica ist das Gruppensystem eine ziemliche Katastrophe. Deshalb würde ich, falls Gruppen aufgebaut werden sollen, dafür weder Mastodon noch Friendica hernehmen, [Edith: gelöscht]. Diaspora habe ich selbst allerdings - im Gegensatz zu Friendica und Mastodon bis dato nicht getestet. Nachteil bei Diaspora ist allerdings, dass du (1/2)

@hallunke23
Wieso sind Gruppen in Friendica ein Katastrophe?
@plinubius

hallunke23 🇺🇦

Also ganz grundsätzlich hatte ich die Erwartungshaltung, dass ich ein Gruppensystem vorfinden würde, dass so ähnlich funktioniert wie bei Facebook. Stellt sich aber heraus, dass der Hase bei Friendica, Hubzilla, Diaspora und auch im Fediverse grundlegend anders läuft.
1) Diaspora z. B. kennt überhaupt keine(!) Gruppen, wie ich erst gestern herausgefunden habe. Das hat mich etwas überrascht, weil ich dachte, Diaspora wäre ein Facebook-Klon. Und die Interaktion (1/8)

@LasseGismo @plinubius

17. März 2025, 09:32 · · · Web · 0 · 1

zwischen einem Diaspora-Account und einer Hubzilla-Gruppe ist auch eher holprig.
Ich habe es zwar geschafft, den Diaspora-Account der Gruppe hinzuzufügen. Allerdings denkt Diaspora jetzt, dass die Gruppe ein normaler Benutzer wäre. Ich habe es außerdem auch geschafft, von Diaspora aus einen Post in die Hubzillagruppe zu schreiben, der nun auf Mastodon sichtbar ist. Leider klappt das jedoch nur in eine Richtung: Wenn ich von Diaspora aus in die Gruppe schaue, dann (2/8)
@LasseGismo @plinubius

@hallunke23 @plinubius

"Stellt sich aber heraus, dass der Hase bei Friendica, Hubzilla, Diaspora und auch im Fediverse grundlegend anders läuft"

Und das ist gut so - immer schön flexibel bleiben.
😉

ist dort nur gähnende Leere.
2) Bei den 3 anderen Anbietern im Bunde (Mastodon, Hubzilla und Friendica) scheint es so zu sein, dass „Gruppen“ als besondere Benutzerkonten implementiert sind. D. h. um einer Gruppe beizutreten, muss man der Gruppe folgen. Und wenn man in die Gruppe posten will, dann tut man die Gruppe erwähnen. Die Gruppe tut dann den Post, in dem sie erwähnt wurde, reposten. Problem an der Sache: Posts, die in die Gruppe gehören, sind auf diese (3/8)
@LasseGismo @plinubius

Weise nicht Teil der Gruppe, sondern nur lose mit ihr verbunden. Das bedeutet u. a., dass die Sichtbarkeit von Posts den selben Mechanismen folgt, wie andere Posts auch. Problem hierbei: Der Versuch, in eine Gruppe zu posten, führt i. d. R. zu einem (möglicherweise ungewollten) Crossposting in die eigene Timeline. Wenn man hingegen (von Mastodon aus postend) den Post auf „Privat“ setzt, dann ist der Post nur für die Gruppe selbst sichtbar, nicht aber (4/8) @LasseGismo @plinubius

für ihre Mitglieder. Das ist auch nicht das, was wir wollen. Geht man den Mittelweg dazwischen und setzt den Post auf „ungelistet“, funktioniert die Sache so halbwegs. Allerdings hat man dann immernoch das Risiko, dass Posts, die an eine private Gruppe gehen sollen, ungewollt öffentlich werden - weil jeder darauf zugreifen kann, der die URL kennt; Den Deeplink kann man nicht nachträglich für Unbefugte sperren. Eine Option „Nur an die Gruppe posten“ gibt es in (5/8) @LasseGismo @plinubius

Mastodon dummerweise nicht.
3) Dann gibt es noch eine Reihe von weiteren Konstellationen, wo einzelne Posts einfach für manche User unsichtbar sind. Wann genau das passiert, hab ich noch nicht so recht raus. In manchen Fällen wird dies dadurch umgangen, dass das Gruppensystem den Inhalt des Posts in einen neuen Post kopiert (bsp. beim Anwendungsfall Diaspora-User -> Hubzilla-Gruppe -> Mastodon-User). Aber eben auch nicht immer.
4) Dazu kommen dann noch Mankos bei (6/8)
@LasseGismo @plinubius

der Usability: Hubzilla und Friendica behandeln die Gruppe als ein „Unterkonto“. Zum VErwalten der Gruppe muss man ständig zwischen dem Benutzerkonto und der Gruppe hin- und herschalten. Das verwirrt hoffnungslos. Darüber hinaus gibt es bei Hubzilla noch die Einschränkung, dass man die Zusammenschaltung mit Diaspora und ActivityPub erst für jedes Benutzerkonto einzeln aktivieren muss - obwohl die doch eigentlich eine Grundfunktion ist, die automatisch aktiv sein (7/8)

@LasseGismo @plinubius

sollte.
5) Weitere Mankos:
• Private Gruppen bei Friendica sind holprig
• Hubzilla kennt keine privaten Gruppen
• Diaspora kennt generell keine Gruppen.

Wenn ich jetzt eine Gruppe aufmachen wollte (insbes. eine Private!), dann wüsste ich ehrlich gesagt nicht, wohin damit, weil so alles Murks ist.

(8/8)

@LasseGismo @plinubius