Alex<p><a href="https://mastodon.de/tags/ComingOut" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>ComingOut</span></a></p><p>Heute zum Tag des Coming-Out berichte ich euch, wie das seinerzeit bei mir, bzw. uns von statten gegangen ist:<br>tl;dr:<br>Meine Mutter: So eine Art egal.<br>Schwiegereltern: Drama</p><p>Häufig höre ich, die Menschen sind lieber erst einmal alleine zu ihren Eltern gegangen, obwohl es schon einen Partner gab.<br>Das haben wir nicht getan Nicht aus dem Grund weil man Schützenhilfe haben wollte, sondern eher zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Das klingt sehr abgeklärt und war es natürlich nicht. Eher so eine naive romantische Idee von „schaut her, die Liebe meines Lebens“ und gleichzeitig ist damit klar, dass man homosexuell ist.</p><p>Also, Meine Mutter.<br>„Hallo Mutter, darf ich dir meine Freundin Rebecca vorstellen“<br>„Hallo Rebecca, sehr erfreut. Teilt ihr eine Freizeitaktivität?“<br>Ich ahnte etwas.<br>„Nein Mutter, wir teilen bisher kein Hobby. Rebecca ist meine FREUNDIN, meine Liebe ...“<br>„Kind, ich muss gleich noch zum Schneider“<br>„Mutter, sie ist meine Beziehung, meine Liebesbeziehung ...“<br>„Das kann sie ja auch heimlich bleiben nachdem du einen jungen Mann geheiratet hast.“<br>Damit war eigentlich alles gesagt und das Thema durch.</p><p>Rebeccas Eltern.<br>„Hallo Mutter, hallo Vater, das hier ist Alexandra. Sie ist meine Freundin und wir haben eine Beziehung“ (ja ha, wir sind zwischendurch schlauer geworden)<br>Mutter und Vater: „Wie bitte?! Was soll das heißen?“<br>„Ich bin homosexuell und habe mich in Alex verleibt“<br>Mutter: „Was hat dieses Mädchen dir angetan?“<br>(oh oh oh)<br>„Mutter, sie hat mir nichts angetan, wir haben uns ineinander verliebt“<br>Mutter: „Törichte Spielerei der Jugend. Ich verbiete dir das und ich verbiete dir den Umgang mit dieser Person“<br>„Für was hälst du dich? Du kannst mir gar nichts verbieten und so eine Reaktion zeigt nur was für ein abscheulicher Mensch du bist und ...“ (der Monolog war länger)<br>Vater: „Rebecca, Alexandra, wir möchten ein anderes Leben für dich. Ich empfehle mich“</p><p>So weit, so gut.<br>Status quo ist: Meine Mutter ignoriert auf eine seltsame Art meine Sexualität. Ja ja, meine Mutter ist schon lustig. Sie mag unsere Tochter und tut viel für sie. Da kann sie schon eine Großmutter sein. Sie mag auch meine „Bekannte“ Rebecca sehr und ist nach ihren Möglichkeiten ihr zugewandt.<br>Mit meiner Schwiegermutter spreche ich nicht, mit ihm führe ich eine Beziehung wie mit einem Arbeitskollegen. Ja, wir sehen uns zu Geburtstagen und Weihnachten, das war es aber auch. Rebecca hat einen engeren Kontakt zu ihren Eltern.</p><p>Für evtl. Nachfragen stehe ich zur Verfügung 😊.</p><p><a href="https://mastodon.de/tags/Homosexuell" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>Homosexuell</span></a> <a href="https://mastodon.de/tags/Lesbe" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>Lesbe</span></a></p>