Vielleicht hilft uns das neue Herunterfahren des öffentlichen Lebens dabei, uns auf die wirklich wichtigen Dinge zu fokussieren; Konsumdenken + Überfluss weniger Raum zu geben.

Mal kein wer kauft das teuerste Geschenk. Mal nicht wir tischen wieder kiloweise Nahrungsmittel auf, die wir dann zum Großteil wegwerfen, weil so viel niemand essen kann.

Mal nicht einfach so shoppen gehen, sondern nur, wenn es wirklich nötig ist + nur das, was man wirklich braucht.

Kontakte nur per Mail, Telefon usw.

@Urmeline Vielleicht verlagern die Menschen den Konsum aber noch mehr zum Onlineshopping, während kleine und regionale Läden zu Gunsten von Großkonzernen/Ketten verdrängt werden.

Vllt. werden gesellschaftliche Fragmentation, Entfremdung und Isolation noch weiter wachsen, wenn sich "Zusammensein" auf den digitalen Raum beschränkt, wo die Kommunikation begrenzter, zwischenmenschlich distanzierter und überwachter ist.

Dass Ausbeutung von Mensch und Umwelt trotz Krise weiter gehen, sieht man ja.

@thelosthistoriansdream

So negativ würde ich es nicht sehen.

Natürlich ist es eine herausfordernde Zeit. Aber sie schafft auch Raum für Ideen.

Online-Shops haben auch vor Corona stark zugelegt, einfach weil es bequem ist, man nicht aus dem Haus muss + ein Shop oft "alles" hat + man es geliefert bekommt.

Persönliche Treffen sind nach wie vor möglich. Digitale Kontakte sind m. E. Kontakte, die dabei helfen können, der Vereinsamung entgegen zu wirken.

Positiv denken bitte nicht vergessen.

@Urmeline Hmm. Aber wem gelingt es, diese Ideen auch umzusetzen? Natürlich sind das alles keine neuen Entwicklungen, aber sie sind nun massiv beschleunigt und viele Widerstände fast nicht mehr existent.

Es sind gerade nicht die Milliardär:innen, die nun reumütig die Köpfe senken und es sind auch nicht die Großkonzerne, die durch den Lockdown in Existenznöte geraten. Im Gegenteil. Sie profitieren massiv und nutzen die Krise zur Umformung in ihrem Interesse.

@Urmeline Noch sind persönliche Treffen möglich, zum Glück. Aber trotzdem treten hier möglicherweise (und gerade bei jungen Menschen) Gewöhnungseffekte ein, die ein zwischenmenschliches und gemeinschaftliches Zusammenleben noch mehr zerrütten. Je nachdem wie lange die Krise und Maßnahmen noch andauern, könnte es z.B. bald Studierende geben, die gar keinen Präsenzunterricht an einer Hochschule und alles was sonst zur Studienzeit gehörte, mehr erleben.

@Urmeline "There is no such thing as society" (gekürztes Zitat von M. Thatcher) ist ein Leitsatz des Neoliberalismus. Genau das erleben wir jetzt verstärkter durch eine (zwangs)digitalisierte Fragmentierung. Als Hilfsmittel sind digitale Kontakte super, aber als gesellschaftlicher Standard sind sie durch die menschliche Distanzierung, Überwachung und Manipulationsmöglichkeiten durch einige Wenige, sicherlich nichts erstrebenswertes.

Dein Appell positiv zu Denken versuche ich aber zu befolgen 😁

@thelosthistoriansdream

Naja, wenn man sich der möglichen Gefahren wie Überwachung etc. bewusst ist, kann man durch Wahl entsprechender Kommunikationsmittel einige Dinge vermeiden.

Es hat alles immer zwei Seiten, aber momentan sind moderne Kommunikationsmittel bei aller Gefahren m. E. doch eher ein Segen, helfen sie uns doch, miteinander in Kontakt zu bleiben.

Überleg mal, das alles wäre passiert, bevor es Internet oder Smartphones, Emails. Chats usw. gab.

@Urmeline Interessante Überlegung in der Tat. Die Frage ist, ob diese Mittel kurzfristig zwar positiv für die Gemeinschaft sind, aber durch langfristige Gewöhnungseffekte gerade nach der Krise, negative Effekte nach sich ziehen könnten. Wenn (die) Gemeinschaft dann fast nur noch digital existiert, und das scheint ja durchaus auch ein verfolgtes Interesse von manchen Seiten zu sein, bleiben wenige Ausweichoptionen. Auch bei den gegenwärtigen Vorhaben zu Überwachung und digit. Kontrolle.

@thelosthistoriansdream

Was Überwachung und digit. Kontrolle angeht, stimme ich Dir zu.

Allerdings ist die Bevölkerung der Teil, der mehrheitlich diese Regierung seit nun fast 16 Jahren immer wieder gewählt hat, also scheinbar mit deren tun hoch zufrieden ist.

Viele Beschlüsse (Perso mit Finger, Bundestrojaner usw.) konnten m. E. nur deshalb so einfach gefasst werden, weil der überwiegende Teil der Bevölkerung sich in einem gewissen Panik-Modus befindet, den viele Medien eifrigst befeuern.

Folgen

@Urmeline Ich weiß nicht, wie sehr es die Gesamtbevölk. repräsentiert. Den Wahlergebnissen, incl. der Nichtwähler:innen und allen, die gar kein Wahlrecht haben, zu entnehmen, repräsentiert auch die Regierung nicht umbedingt die Mehrheit der Gesellschaft. Noch haben die Parteien viele dieser Vorhaben in ihrem Wahl- und Parteiprogrammen kommuniziert und brechen sogar Koa-Verträge (z.B. bei Uploadfiltern). Aber stimmt sicher: Man hätte damit rechnen können und es interessiert zu wenig.

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