Das Problem wenn ich sage, dass viele Menschen Arschlöcher sind, und ich dann meine Einstellung verbessern möchte ist, dass viele Menschen Arschlöcher sind.

Geile Menschen gibt es aber auch, keine Sorge.

Wenn es dir scheiße geht, besinne dich auf das was du hast. Das klingt abgedroschen, ist aber wahr. Man vergisst so schnell die Dinge, für die man selbst dankbar sein sollte, die andere vielleicht nicht haben. Das muss nicht immer etwas Materielles sein. Dankbarkeit beschützt dich.

Ich befinde mich im Modus Operandi unmotivierter Nacktheit. Something I am very good at.

Ich merke gerade, dass das was mich an anderen Menschen so hart nervt, im Prinzip, meistens Mansplaining ist. Realisiere ich zum ersten Mal und ein Ausbruch an Gelächter wäre berechtigt. Also dieser Drang mir ungefragt und herablassend die Welt erklären zu müssen. Und das sind fast immer Männer, 99%. An mir ist es vermutlich kein Mansplaining, aber halt das selbe Prinzip. Ich krieg da kaltes Kotzen. Und klar können Frauen das auch, aber es sind fast immer Kerle. Die haben da eher so den Drang.

Manche von euch sind übrigens unglaublich freundlich zu mir. Auch die Nachrichten, die ich hinter den Kulissen immer wieder bekomme. Es erstaunt doch mit Regelmäßigkeit, dass es "solche Menschen noch gibt." Ich respektiere das sehr und bin dankbar. Auch wenn ich nicht ständig ein Fass auf mache. Ich hoffe ihr wisst selbstständig wer gemeint ist. Ich kann das gar nicht so würdigen, wie ich das gerne möchte. Aber ich versuche es.

Danke auf menschlicher Ebene.

Ich kann ja nicht mal lange rumjammern. Irgendwie bin ich wohl zu erwachsen. Es müssen halt einfach Rechnungen bezahlt werden. Das ist schon ganz ok so. Aber wenn man darüber nachdenkt, ist es schon komisch. Natürlich ist das ganz normal, aber dennoch komisch, was die Zeit so mit einem macht. Du kannst nicht einfach nur beleidigt sein, wenn du für dich selbst verantwortlich bist. Zuerst machst du deinen Scheiß. Dann leckst du deine Wunden. Ich will meinen Teenager-Weltschmerz wieder. 🥺

Ein "Bisschen". Mir ist so grässlich nach weinen. Meine Emotionen hängen mir aus den Gedärmen. Aber ich mach jetzt weiter, oder ich breche zusammen. Ok. Die harte Tour. Darauf stehe ich ja so. Mach deinen Scheiß. Das ist alles nicht so schlimm. Du kannst das. Blablabla. Wenn du etwas willst, dann verdiene es dir. Es tut trotzdem beschissen weh. Also so richtig.

Das heißt ich darf mir noch Hoffnungen machen. Es ist jetzt keine wirklich gute und auch keine wirklich schlechte Nachricht. Alles ist offen. Aber irgendwie tut es auch weh. Dieser Arbeitsmoralismus, dass man einfach zu lange keine Anstellung hatte, und dafür immer maximal dritte Wahl bleibt, unter allen zu berücksichtigenden Teilnehmern, selbst wenn man unter den Besten im Auswahlverfahren war. Es macht mich ein bisschen müde und traurig, aber ich erlaube mir keine Gefühle.

Fresse und weiter.

Bekam gerade eine SMS. Bin auf der Interessentenliste für nächstes Frühjahr.

Sitze auf Kohlen und warte auf den Anruf mit der Antwort.

"Sind Sie wirklich so ein Verlierer, dass Sie es gar nicht merken, wenn Sie gewonnen haben?"

Ich leide an chronischer Selbstunterschätzung. Hatte heute 'nen Aufnahmetest für eine Lehrstelle als Landschaftsgärtner. Ich so zu mir: "Du bist zu fett. Zu hässlich UND zu dämlich. UND DEINE MAMA LIEBT DICH NICHT!"

Und dann bin ich DER BESTE. Und der 2t Schnellste. Aber der Schnellste wusste nicht alles, so wie ich.

Und nein, ihr müsst mich jetzt nicht aufmuntern. Selbstironie. Ich bin ein großer Junge. Ich hab mich nur positiv überrascht. Wie so oft.

Lüge und Wahrheit sind auf so viele verschiedene Weisen Gegenteile. Die Lüge beginnt damit, dass sie einem schmeichelt. Doch am Ende ist man davon gefangen, weil es immer mehr Lügen braucht um dieses Bild aufrecht zu erhalten. Die Wahrheit nimmt ihren Anfang in dem sie dich demütigt, sie ist wie kaltes Wasser, aber am Ende macht sie einen frei. Weil es dir egal sein kann, und andere einem nicht mehr sagen müssen wer man ist. Wahrheit macht dich nicht glücklich. Aber sie macht dich frei und echt.

Wir standen an Mauern oder Ecken und tranken ein Bier oder zwei und redeten oder schwiegen und wir waren okay oder nicht.

Man kann viel von der Sonne lernen. Zum Beispiel würdevoll unterzugehen.

Ich stecke immer schon in meiner eigenen Welt. Wie in einer Seifenblase aus Gedanken und Worten. Manche mögen das als Schwäche begreifen, aber nur weil ihnen entgeht, dass sich darin alles spiegelt. Und was wäre mein Leben, wenn man die Hautjener Blase nahe betrachtet, ohne diese irisierende Poesie?

Sie ist nicht in einer Weise klug, dass es jemanden beeindrucken würde, sondern so, dass sie damit überlebt. Sie hat gelernt schnell zu reagieren, und kontert mit Antworten aus der Hüfte. Klug wurde sie durch den Bullshit der anderen. Sie besteht darin, dass sie es aushalten kann.

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